Schwarzes Halle

Normale Version: HipHop und Rap
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Jaaaa, Mr. Nazi ist ja wohl mal geil! *kicher* Hab mich darüber auch schon tierisch zerfeiert.
Das andere (Top Dollar) lädt grad noch..*wart*
-Sehr geil,jep! *daumenhoch* - "now, i`m wearing underpants"..rofl

[Den Rest gibt die "Flatrate" nicht her;-).hmpf.]
mieze666 schrieb:Jaaaa, Mr. Nazi ist ja wohl mal geil! *kicher* Hab mich darüber auch schon tierisch zerfeiert.
Eben mal was anderes als die ständige Nazis-sind-doof-Leier und die Distanzierung. Und sowas geht textlich imho am besten im Rap.

"Text-technisch" ist Rap in meinen Augen am vielseitigsten von allen "gesungenen" Musikstilen, wenn man sich bspw. die elaborierten Reime eines Jay-Z im Gegensatz zum simplen, aber nichtsdestotrotz beeindruckenden "Im-Takt-sprechen" eines MC Guru oder den Freestyles eines B.I.G., eines 2Pac, eines Talib Kweli oder auch eines KKS anschaut.
ich hätte mir ja nie träumen lassen das ich mal etwas im HipHop & Rap Thread poste, aber meine Vorliebe für die 80er und für "Nightmare on Elm Street" machens möglich.

als ich letztens mal wieder eine Folge von "Der Prinz von Bel Air" im TV gesehen habe hatte ich mich wieder an Will Smiths Musikkarriere erinnert. vorallem der Song "Boom, Shake the Room" ist mir aus meiner Jugend noch geläufig gewesen. war ich bisher immer der Annahme das sich die musikalische Laufbahn nur kurz vor dem Schauspieler Durchbruch abspielte so wurde ich jetzt durch meine Nachforschungen eines besseren belehrt.
nicht nur sind "DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince" schon seit '85 aktiv gewesen, nein, sie haben sogar den ersten Grammy im Bereich Rap [1989] überhaupt gewonnen.

wie aber schon erwähnt ist das für mich alles gar nicht so spannend. deshalb jetzt zum eigentlich Zweck des Posts.

DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince - Nightmare on My Street

leider gibts es kein Video da der Song zeitgleich mit dem 4. (und imho besten) Teil der Filmserie veröffentlicht wurde und New Line nicht erfreut war. alles nachzulesen im Wiki das ich oben velinkt habe.
die Freddy Atmo ist schon geil getroffen.
irgendwie typisch Rap sind auch einige der YouTube Comments (soweit ich das beurteilen kann)
bin gespannt wie die Experten hier im Forum urteilen.

Zitat: goldnchild2 (2 weeks ago)
o yea will smith was on his shyt

HarborCity252 (2 weeks ago)
Now Thats Hard Shit.

giugnhgbvinierngvb89 (3 weeks ago)
this shit is the shit
*lachen*
Die Geschichte das US-Rap anhand seiner Texte:

- Ich bin ein armes schwarzes Kind von der Straße in einer schlechten Welt, die mir als Rechtfertigung für mein eigenes asoziales und kriminelles Verhalten dient und sich bitte dafür bei mir auch noch entschuldigen soll.

- Ich habe Millionen über Merchandising und Musik gemacht. Trotzdem werde ich euch jetzt erzählen, dass ich immer ein Kind der Straße bin oder auch von meinen Freunden, die mittlerweile auch reich sind aber trotzdem immer Kinder der Straße sind. Nebenbei sind unsere Ursprünge nicht zu verleugnen und wir lösen Konflikte gerne noch mit Schusswaffen: Erwischt es einen von uns, dann heulen sich alle mittlerweile reichen Straßenkinder auf 2 bis 3 CDs darüber aus, die ihr natürlich kauft, was uns noch reicher Macht.

- Fuuuu, keiner wurde abgeknallt (die neuen Generationen sind nicht mehr so dämlich). Die waren nämlich nie Kinder der Straße sondern entstammen eher der Mittel- und Oberschicht, haben eine gute Erziehung und sind meist auch überdurchschnittlich talentiert oder ... ?

Das darf jetzt aber echt keiner Erfahren, Jungs! Was machen wir jetzt nur? Das wir Kohle haben können wir nicht mehr leugnen, dass wir Geschäftsleute sind auch nicht. Also: Geordneter Rückzug in den Proleten-Protz für den Mainstream (Dicke Titten, dicke Autos, dicke Goldketten,...). Die Leute wissen mittlerweile auch, das Kriminelle nicht arm sind, also können wir uns so ein bisschen wie die schwarze Variante vom Paten verkaufen, was wir wieder als Gesellschaftskritik verkaufen können Ansonsten fischen wir als Musiker eher in andere Gewässern, als Geschäftsleute bedienen wir natürlich weiterhin unsere Abnehmer (Ich vermute der Name 50 Cent kommt daher, dass er seine meiste Musik über Jamba für 50 Cent vertickt...)

- Der Deutsche Hip-Hop geht den gleichen Weg. Gelle Sido, steht dein "Block" noch oder ist es eine Villa, schicke Brille nebenbei.

P.S.: Es gab, gibt und wird in jeder Musikrichtung außergewöhnliche Personen geben, diese tummeln sich jedoch nicht ausschließlich in Bereichen, die das Publikum gerne als *seine* Musikrichtung klassifiziert.

Auch ist solchen Leuten ihr kommerzieller Erfolg zu vergönnen. Aber: Der Auftrieb der Klassifizierungen wie Rap oder Hip-Hop hängt hauptsächlich mit dem Identitätsbedürfnis einer Jugendkultur zusammen. Verliert diese den Antrieb, dann werden diese sehr eng gefassten Abgrenzungen, sowohl musikalisch als auch von dem nach außen hin vermittelten Selbstbild (hoffentlich verschwindet gerade *dieses* Selbstbild), kaum in dieser Form bestand haben.
Dies wird aber nie zu einem verschwinden der tragenden, musikalischen Elemente führen, die in anderen Musikrichtungen Einzug finden (Nu Metal). Das dies für manche Leute Untergangsstimmung bedeutet, mag sein. Siehe hierzu die Vanitas-Diskussionen der *Schwarzen Szene* in der einige Leute nicht damit klar kommen, dass Musik und Menschen sich verändern und dies auch nicht aufzuhalten ist. Oder sie wollen nur ihre Meinung in gebundener Form verkaufen.
Ok dem klassichen deutschen "n0-l0ve-4-b1tch3s-&-i'm-s00-much-of-a-fookin-gangsta-&-ghetto-&-stuff"-hiphop kann ich nich viel ab.. die nehmen sich selber alle viel zu ernst.. *kicher*
Aber zumindest von der anderen Seite des großen Teiches gibt es ein paar gute Gegenbeipsiele von rhythmisch und gedanklich anspruchsvollen Lyrics.. such as:

Atmosphere - Tryin to Find a Balance
Atmosphere - National Disgrace
Brother Ali - Uncle Sam, Goddamn
Awol One & Factor - Celebrate
Schwarzlicht schrieb:- Ich bin ein armes schwarzes Kind von der Straße in einer schlechten Welt, die mir als Rechtfertigung für mein eigenes asoziales und kriminelles Verhalten dient und sich bitte dafür bei mir auch noch entschuldigen soll.

Schon hier hörte ich auf zu lesen, weil die Polemik mit der Realität nicht viel, bis garnichts zu tun hat (und ausserdem nicht mal witzig ist). *braue*
Mundilfari schrieb:Schon hier hörte ich auf zu lesen, weil die Polemik mit der Realität nicht viel, bis garnichts zu tun hat (und ausserdem nicht mal witzig ist). *braue*

Wahrscheinlich hätte sich dein Kommentar erübrigt, hättest du es ganz gelesen.
- "polemisch" würde eine Verwicklung in einen Meinungsstreit andeuten, das würde aber Voraussetzen, dass die Parteien wissen worüber sie streiten (in diesem Fall bedeutet dies wiederum das vollständige Lesen des Textes).
- "witzig" liegt im Auge des Betrachters außer man versteht sich als zentrale Planungsbehörde des Humors. Sind Sie die zentrale Planungsbehörde des Humors, Mundilfari, sind Sie es?
- Gdw. wir einen Meinungsstreit hätten, so ist "aufhören zu lesen" und es zuzugeben immer falsch, man könnte Unkenntnis vorgeworfen bekommen.
Nö, der Rest ist genauso weit weg von der Realität und schlichtweg polemisches "hurpdurp, diese heuchlerischen reichen Rapper hurpdurp", ergo Blödsinn. Wenn das die "Geschichte des US-Raps anhand seiner Texte" sein soll, hast du ein sehr eindimensionales Bild von der ganzen Sache. Die Ursprünge waren gänzlich andere, die Tendenzen sind gänzlich andere und selbst die eigentliche US-Szene ist eine gänzlich andere. Da hilft auch alles Hobbysoziologengeschwafel nicht.
@ Schwarzlicht
kennst du Hip-Hop eigenlich Pre 50-Cent nicht, oder warum diese flache Aussage?
Maniac schrieb:@Schwarzlicht
kennst du Hip-Hop eigenlich Pre 50-Cent nicht, oder warum diese flache Aussage?
Ich würde sagen ich kenne ihn. Ich habe mal geguckt offenbar, gehen einige Künstler in meinem *hüstel* Musikarchiv bis vor 1990 zurück (das ist hauptsächlich USA-basiert, die Deutschen Ableger waren nie so mein Ding, bis auf einige).
Ob das jetzt Rap oder Hip-Hop oder sonst was genannt wird, ist irrelevant, es hält die selben Elemente; mit den Details mag sich jemand auseinandersetzen der Genuss daran hat, Dinge zu zerpflücken.

1980-1990 betrachte ich so als Höhepunkt, es hatte den typischen Sound, den ich mit dieser Musik verbinde, bis 2000 ging es und danach wurde es totale Panne. Vor 1980 bin ich leider nicht wirklich involviert, das was ich so gefunden habe halt: Mehr wird aber Google auch nicht hergeben, ich denke das ist auch ausreichend, ich war da noch nicht mal geboren. Außerdem war es mit Modem und ohne DSL aber auch nicht so einfach (NÄCHTE!!! für ein Lied).

Die Musik hat mich früher sehr angesprochen, das Interesse ist jetzt natürlich etwas geringer, ich denke das ist normal. Was mir nur missfällt und - das kapiert der liebe Moderator leider nicht - ist, dass das Auftreten in den Mainstream-Medien sehr eindimensional geworden ist beziehungsweise es wirft ein schlechtes Bild auf die Musikrichtung insgesamt: Das Frauenbild, die Selbstdarstellung, die vermittelten Aussagen, alles ist abstoßend und primitiv. Ich würde sogar soweit gehen, dass das Bild eines Farbigen (politisch korrekt?) in der Gesellschaft von den Künstlern fahrlässig in den Dreck gezogen wird. Der Sound ist unkreativ, manchmal klingen die Lieder bereits ab Produktion so dumpf (Obertöne, Bässe, wo seid ihr?), als würden sie bereits für Handys produziert werden. 50 Cent ist ein - sagen wir harmloses - aber durch seine mediale Präsenz äußerst enervierendes Beispiel für schlechten, aufwändig produzierten Müll.

Wenn man sucht, so findet man immer was (wie in jeder lebendigen Musikrichtung), schade ist nur, *dass* man so intensiv suchen muss (thx 4 links). Ich finde es erstaunlich, dass die Qualität der Mainstream-Popmusik wieder etwas steigt (subjektiv), Mainstream-Hip-Hop bzw. Rap sich aber auf einem andauernden Tief befindet.

Was heute abseits des Mainstream passiert, ist eine andere Sache, ich kann darüber nicht viel sagen, da ich nicht aktiv am Suchen bin, wie gesagt, hat keine so hohe Priorität mehr. Es ist verdammt egal, wo eine Musik ihren Ursprung hat, ich habe diese Musik gemocht, ich habe sie konsumiert, ich betrachte, das was im Mainstream läuft als peinlich und diskreditierend. Und ja, alles hat eine tolle Geschichte, alles hat einen Anfang irgendwo, seid stolz drauf, sie zu kennen. Und selbst *wenn* die Tendenzen des Rap in Singapur von mir aus anders sind, so mache ich den Fernseher an und sehe genau das was ich beschrieben habe und dies ist was mich eben stört. Wenn ihr also so an dieser Musik hängt, dann sollte euch dieses Bild genau so stören wie mich, und wenn ich andere Posts richtig interpretiere, dann stört es die meisten auch.

@Mundilfari: Jetzt langsam klar? Ich denke nicht und wenn ich dich richtig einschätze, wirst du aus Prinzip
a) widersprechen oder
b) den Post löschen oder
c) mich bannen oder
d) nebulöse Andeutungen über dein überlegenes Wissen über diese Musik machen
e) Alternativ bleibt der Hinweis darauf, dass eine Erklärung sinnlos ist bzw. zu lange dauert
f) überhaupt nicht antworten
g) irgendwelche Äußerungen machen, dass der dieser Humor unter deinem Niveau sei
h) oder sagen, das sei nicht witzig
i) Rechtschreibung und Satzzeichen korrigieren
j) Es nicht lesen

Habe ich beim Standardverhalten eines Forenusers/Moderators was vergessen? Ich finde es übrigens interessant, dass ein solcher Schreibstil nie seine Wirkung verfehlt. Alle anderen Posts mit dem Tenor "die Musik ist scheiße" wurden weniger attackiert. Also, obwohl ich die Musik selber höre und nur einen Teil dieser Musik kritisiere den selber die meisten Rap/HipHop-Hörer kritisieren, wird mein Post stärker angegriffen - faszinierend.
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